Gedenkfeier: Südtirol dankt Bruno Kreisky
Brixen, 31.10.2025
Bruno Kreisky hat es geschafft, das Südtirol-Problem 1960 vor die UNO zu bringen und damit zu internationalisieren.
Ohne Persönlichkeiten wie dem ehemaligen österreichischen Außenminister und späteren Bundeskanzler wäre es dem italienischen Staat wohl gelungen, Südtirol als „inneritalienische“ Angelegenheit zu betrachten und seine harte Majorisierungspolitik fortzusetzen.
Die Weltöffentlichkeit über das Schicksal der 250.000 Südtiroler aufmerksam zu machen, war damals eine politische Meisterleistung:
Die Wunden und millionenfachen Vertreibungen des zweiten Weltkriegs noch in ganz Europa präsent, nur 5 Jahre nach der Wiedererlangung der Souveränität Österreichs - einem kleinen, neutralen Player mitten im kalten Krieg, wo auch die politische Orientierung Italiens noch nicht gefestigt war...
Nicht unerwähnt darf dabei auch die diplomatische Unterstützung durch Deutschland bleiben.
Dass dies ausgerechnet einem Sozialdemokraten gelungen ist, hat im konservativen und von der Volkspartei dominierten Südtirol - wie übrigens auch in Nordtirol - vielen nicht geschmeckt und Kreiskys Leistungen wurden allzu oft „vergessen“.
Leider können auch Dankbarkeit und Erinnerungskultur parteipolitisch gefärbt sein. Unter diesem Lichte kann dem Schützenbezirk Brixen zur gestrigen Würdigung Bruno Kreiskys umso mehr gratuliert werden.
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