Politikergehälter

#AusDemRegionalrat

Wer bei der Aussage „Die Erde ist keine Scheibe“ das „k" weglässt, verändert die Botschaft total. 

Auch der Titel der heutigen Tageszeitung wurde aus dem Zusammenhang gerissen. Weil er gezielt so daherkommt, als wäre hier 1:1 ein Zitat von mir übernommen worden, hat er für Verwirrung gesorgt und ich veröffentliche hier gern die Frage des Journalisten und meine Antwort, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann. 

 

Thema nach wie vor der Dauerbrenner Politikergehälter:

NSTZ: „Bitte um Stellungnahme zu #Stauders Vorschlag, freiwillig auf Automatismus zu verzichten.“

   

ALR: „Eigenverantwortung ist immer gut. Ich begrüße daher die Wahlfreiheit, denn wie oft haben sich Oppositionspolitiker lautstark an der SVP abgeputzt und den Privilegienstadel und die zu hohen Gehälter und Renten kritisiert, aber still immer gleich mitkassiert? Jetzt darf jeder selbst wählen und hat dann auch zu seiner Entscheidung zu stehen.

Laut den vom LH vorgelegten Zahlen soll die künftige Erhöhung durchschnittlich keine 50 Euro im Monat ausmachen. Ich gehe davon aus, dass die meisten Abgeordneten dafür optieren werden. 

Bis auf das Team K, haben Harald Stauder und alle anderen ja auch freiwillig und legitim für das neue Rentensystem optiert, womit sich nicht nur die Rente, sondern auch ihr Jahresgehalt um rund 12.000 Euro netto erhöht hat. Das sage ich ohne Vorwurf, sondern um aufzuzeigen, dass finanziell dort die Musik gespielt hat und sich auch auf den künftigen Automatismus prozentuell auswirken wird.

Wer glaubt bei den Wählern mit viel Verzicht moralisch großartig punkten zu können, liegt ohnehin falsch. Wir paar Hansln, die auf diese jährlichen 12 Mille verzichten, tun dies ja auch nur weil es uns persönlich etwas bedeutet, denn als Politiker ist man für die meisten Südtiroler sowieso derselbe Falott.

Wir Abgeordnete bewegen uns im Übrigen gehaltsmäßig in der Kategorie der höheren Landesbeamten, Verbandsdirektoren, Spitzenköche oder Genossenschaftsjobleute und teilweise auch weit darunter. Ein guter Politiker ist jeden Euro dreimal wert und für ein schlechten ist jeder Euro zu viel, das gilt übrigens auch für alle anderen Berufe und Gehaltsebenen.“

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