Zum Wohle der Kinder
Nicht zerrüttete Familien, nicht überforderte Eltern oder solche, die kaum Zeit für sie haben, auch nicht mangelnde Geborgenheit und Zuwendung, nicht unstrukturierte Tagesabläufe, Vernachlässigung, Überbehütung oder zu wenig geistige und körperliche Förderung, auch nicht ungesunde Ernährung, Mobbing, Leistungsdruck, die eigene Handysucht oder jene ihrer Eltern scheinen das WOHL DER SÜDTIROLER KINDER zu gefährden.
Nein, im gelobten Land zwischen den engen Bergen und noch engeren Meinungskorridoren scheint das WOHL DER KINDER von zwei oder drei Schulausflügen abhängig zu sein.
Wie schon öfters hier gesagt, das gesellschaftspolitische „divide et impera“ funktioniert bei uns in Südtirol wie aus dem Lehrbuch.
- Was wäre, wenn sich Arbeitnehmer, aber auch gewöhnliche mittelständische Unternehmer, Handwerker oder Bauern solidarisieren und sich zumindest auch für die Anliegen des anderen interessieren oder gar einsetzen würden?
- Was wäre, wenn wir neben Überschriften und Einzelstimmen uns auch über Inhalte, Fakten und Hintergründe informieren würden?
- Was wäre, wenn Journalisten uns diese Hintergründe aufzeigen würden und über die Lohnentwicklungen stets mit Sachlichkeit und seriösen Zahlen berichten und nie selbst Politik betreiben oder mit gut platzierten Seitenhieben spalten und polarisieren würden?
- Was wäre, wenn sich alle, die jetzt den großen pädagogischen und didaktischen Wert der Schulausflüge erkannt haben, mit nur halb so viel Verve dafür einsetzen würden, dass an den anderen 170 Tagen an unseren Schulen beste Rahmenbedingungen für beste Bildung geschaffen werden?
Zum Wohl der Kinder…
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