Steilflächen bewirtschaften – Kulturlandschaft erhalten
Ob am Algunder Waalweg, im Eisacktal, in Labers oder am Fennberg: Die kultivierten Steillagen prägen Südtirols Landschaft. Doch ihre Bewirtschaftung ist aufwendig, teuer und oft nur mit großem Einsatz möglich.
Gerade für solche benachteiligten Flächen stellt die Europäische Union Ausgleichszahlungen zur Verfügung. Obwohl Italien ganz Südtirol als Berggebiet eingestuft hat, werden diese Gelder im Land derzeit nur teilweise weitergegeben: Ausgleichszahlungen für Steilflächen erhalten fast ausschließlich Grünlandbetriebe.
Obst-, Wein- und Gartenbaubetriebe mit Steillagen gehen dagegen leer aus – obwohl auch sie mit naturbedingten Nachteilen, hohem Arbeitsaufwand und höheren Kosten kämpfen.
Andreas Leiter Reber hat deshalb im Landtag gefordert, die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Steilflächen unabhängig von der Kulturart zu unterstützen und die dafür vorgesehenen EU-Mittel fair einzusetzen.
Der Antrag fand im Landtag zwar breite Unterstützung in der politischen Minderheit, verfehlte aber mit 17 zu 17 Stimmen knapp die Mehrheit.
Auf dieser Seite findest du alle Initiativen der Freien Fraktion zu diesem Thema – von Beschlussanträgen und Landtagsinitiativen bis zu Presseberichten und Hintergrundinformationen.
Short facts
Andreas Leiter Reber hat in der aktuellen Fragestunde vom März 2025 eine Anfrage gestellt, um mehr Transparenz in die Verteilung der EU-Agrargelder zu bringen.
In der Antwort auf die Aktuelle Fragestunde Nr. 71 vom März 2025 heißt es, dass „nicht alle Maßnahmen sektorspezifisch seien, sodass eine eindeutige Aufschlüsselung nach Sektor nur bedingt möglich ist“. Damit gab sich Andreas Leiter Reber nicht zufrieden und richtete eine erneute Anfrage an Landesrat Walcher.
Andreas Leiter Reber fragt in der Anfrage zur Aktuellen Fragestunde im Oktober 2025 nach: Welche Einstufung gilt konkret für Südtirol im Rahmen der EU-Förderprogramme? Und wie hoch waren die tatsächlichen Ausgleichszahlungen an Landwirte in den letzten drei Jahren?
In einer weiteren Anfrage zur Aktuellen Fragestunde vom Oktober 2025 fragt Andreas Leiter Reber nach konkreten Summen aus dem EU-Fördertopf für Berggebiete.
Andreas Leiter Reber fordert in seinem Beschlussantrag zum Landesgesetz Nr. 28/57/25-XVII, die Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Steilflächen unabhängig von der Kulturart zu unterstützen und die dafür vorgesehenen EU-Mittel fair einzusetzen.
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