Landwirtschaft: Fakten und Fairness bei Förderungen schaffen
Obst- und Weinbau müssen berücksichtigt werden
„Nicht nur für jeden Traktor, sondern für jeden Schaufelstil bekommen die Bauern einen Beitrag“, so ein typischer Stammtischspruch über die Beitragspolitik in der Südtiroler Landwirtschaft. Und in der Tat wird die Landwirtschaft in Südtirol mit Geldern aus dem EU-Haushalt sowie vom italienischen Staat und auch aus dem Südtiroler Landeshaushalt mit beachtlichen Geldmitteln gefördert.
Kaum bekannt ist jedoch die Tatsache, dass Südtirols Landespolitik seit Jahrzehnten alle rund 10.000 Obst- und Weinbaubetriebe von den wichtigsten Betriebsförderungen systematisch ausschließt.
Weder für die Renovierung oder den Bau von Betriebsgebäuden noch für den Ankauf von Traktoren und Spezialmaschinen gesteht das Land seinen Obst- und Weinbauern direkte oder indirekte Fördermittel zu. Genauso wenig wie bei der Investition in betriebliche Bewässerungsanlagen oder beim Bau und der Instandhaltung von Feldwegen. Auch die Ausgleichzulage für die schwierige Bewirtschaftung der vielen Steilflächen wird nicht an die Bauern ausbezahlt, sofern sie darauf Obst oder Wein anbauen.
Mit diesem Beschlussantrag fordert Andreas Leiter Reber von der Landesregierung, Mittel aus dem Südtiroler Haushalt ausfindig zu machen, um:
- den Bau, Kauf, Renovierung oder Sanierung von Betriebsgebäuden für die Unterbringung von landwirtschaftlichen Maschinen mit einer nutzbaren Raumhöhe von mindestens 3 m für ALLE landwirtschaftlichen Betriebe zu öffnen.
- das betriebliche Beregnungsnetz unabhängig der angebauten Kulturen zu fördern. Wassersparende Bewässerungsmethoden wie Tropfbewässerung und hofeigene Speicherbecken besonders stark zu unterstützen.
- Beihilfen für die Mechanisierung landwirtschaftlicher Betriebe unabhängig von der Kulturart zu fördern und damit auch im Obst- und Weinbau den Kauf von Traktoren und Spezialmaschinen wie Raupengeräte, Hebebühnen, Sprüh- und Mulchgeräte zu fördern.
- die den Obst- und Weinbauern durch die Landesregierung vorenthaltenen europäischen Ausgleichzahlungen für die Bewirtschaftung von Steilflächen über Mittel aus dem Landeshaushalt zukommen zu lassen.
Hier geht's zum vollständigen Beschlussantrag
Der Beschlussantrag wurde in der Sitzung vom 10.06.2026 von der Regierungsmehrheit abgelehnt. Die Oppsotion unterstützte ihn geschlossen.
Hier geht's zur Presseaussendung
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Short facts
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Beschlussantrag Nr. 346/25-XVII
Landwirtschaft: Fakten und Fairness bei Förderungen schaffen
Obst- und Weinbau müssen berücksichtigt werden
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Einreich-Datum:
10.11.2025
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Hauptsachbereich:
Landwirtschaft
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Aktueller Status:
Bereit zur Behandlung im Landtag
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Werdegang des Aktes:
10.11.2025 - Einbringung
- Erstunterzeichner: Leiter Reber Andreas
- Übermittlung an das zuständige Organ: Landesrat WALCHER
- Zum ersten Mal auf die Tagesordnung gesetzt: 11/25 II
- zweisprachiger Text
10.06.2026
- Ersetzungsantrag
- zweisprachiger Ersetzungsantrag
- abgelehnt
SVP lässt Obst- und Weinbauern hängen
Die gesamte Opposition unterstützte den Antrag von Andreas Leiter Reber für faire Förderungen im Obst- und Weinbau. Die Regierungsmehrheit lehnte zentrale Punkte ab – darunter Betriebsgebäude, Beregnungsnetze und Ausgleichszahlungen für Steillagen.
Namentliche Abstimmungen im Detail:
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