Wäre eine lokale Mütterrente finanzierbar?

Die politischen Sonntagsreden über Familienfreundlichkeit, Gender-Pay-Gap und Altersarmut nerven einfach nur - wir brauchen Fakten und Lösungen:
Frauen übernehmen nach wie vor den größten Teil der Erziehungs- und Carearbeit - und zahlen dafür oft einen hohen Preis: mit Arbeitslücken, Teilzeitarbeit und entsprechend niedrigen Renteneinzahlungen.

     

Was würde eine öffentlich finanzierte Absicherung von Südtirols Müttern bzw eine dreijährige Rentenabdeckung der Elternzeit kosten?  

Welche Modelle wären rechtlich möglich und finanzierbar? 

Wir wissen es nicht. 

   

Die Regierungskoalitionen der letzten Jahrzehnte haben leider noch nie konkrete Berechnungen dazu angestellt. 

In dieser Woche fordert Andreas Leiter Reber im Landtag dazu auf, endlich seriös analysieren zu lassen, welche Modelle möglich und umsetzbar wären. 

   

Bei jährlich rund 4.600 Kindern bzw. Müttern liegt seine grobe Schätzung bei rund 150 Mio Euro. Keine Kleinigkeit. Und trotzdem sollten die Mittel bei einem Haushalt von 11.000 Millionen bzw. 11 Milliarden Euro zu finden sein, sofern der politische Wille vorhanden ist.

   

Andreas Leiter Reber hofft, dass auch die Mehrheit im Landtag dazu bereit ist, neue Wege auszuloten und wenigstens auszurechnen, was uns wie viel kosten würden, denn erst danach kann seriös über eine Finanzierung diskutiert und politisch gerungen werden.

              

Den vollständigen Beschlussantrag kannst du hier lesen:

PDF-Datei lesen

Short facts

  • Beschlussantrag zu Landesgesetzentwurf Nr. 24/69/26-XVII

    11 Milliarden im Landeshaushalt: Wäre eine lokale Mütterrente finanzierbar?

  • Einreich-Datum:

    21.07.2026

  • Hauptsachbereich:

    Sozialpolitik

  • Werdegang des Aktes:

    21.07.2026 - Einbringung

    • Beschlussantrag Nr.: 24
    • Gesetzentwurf Nr.: LGe 69/26-XVII G
    • Weiterer Gesetzentwurf Nr.: LGe 73/26-XVII G
    • Weiterer Gesetzentwurf Nr.: LGe 74/26-XVII G
    • Erstunterzeichner/Erstunterzeichnerin: Leiter Reber Andreas
    • Übermittlung an das zuständige Organ: Landesrätin PAMER

    22.07.2026 - Antrag abgelehnt

    • Abstimmungsergebnis siehe unten

So stimmten die Abgeordneten ab

16 Ja - 16 Nein

Die gesamte Opposition unterstützte den Antrag, die Regierungsmehrheit lehnte ihn geschlossen ab.

Dagegen stimmten:

SVP: Achammer Philipp, Alfreider Daniel, Amhof Magdalena, Brunner Peter, Deeg Waltraud, Kompatscher Arno, Locher Franz Thomas, Messner Hubert, Noggler Josef, Pamer Rosmarie, Schuler Arnold, Stauder Harald, Walcher Luis

Die Freiheitlichen: Mair Ulli

Fratelli d'Italia: Scarafoni Anna

La Civica: Gennaccaro Angelo

   

Dafür stimmten:

Freie Fraktion: Leiter Reber Andreas

Für Südtirol mit Widmann: Widmann Thomas (FSW)

Grüne: Foppa Brigitte, Oberkofler Zeno, Rohrer Madeleine

JWA: Wirth Anderlan Jürgen (JWA)

Partito Democratico: Repetto Sandro

Süd-Tiroler Freiheit: Atz Myriam, Knoll Sven, Rabensteiner Hannes, Zimmerhofer Bernhard

Team K: Köllensperger Paul, Ploner Alex, Ploner Franz, Rieder Maria Elisabeth

Wir Bürger: Colli Andreas

Aus dem Landtag:

Debatte zur Rentenabsicherung von Müttern

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