Leiter Reber: Eine Watsche für die Steuerzahler!

Pressemitteilung, 20.10.2026

Gemeinden schlagen 30 Mio. Euro zur Senkung der GIS in den Wind

Mit Unverständnis reagiert der freie Abgeordnete Andreas Leiter Reber auf die Ausschlagung von 25 bis 30 Millionen Euro, die Landeshauptmann Kompatscher Südtirols Gemeinden zur Senkung der Gemeindeimmobiliensteuer (GIS) auf vermietete Wohnungen angeboten hatte. „Seit Jahren fordern Verbraucherschützer und Oppositionsparteien, dass die Langzeitvermietung an Einheimische attraktiver gemacht und gefördert werden müsse, wozu auch die steuerliche Gleichstellung mit einer Erstwohnung zähle“, erinnert der Landtagsabgeordnete.

       

„Jahrelang hat Kompatscher im Landtag gegen die „Belohnung“ fürs Langzeitvermieten gestimmt, jetzt kommt er selbst in die Gänge und bietet den Gemeinden bis zu 30 Millionen an Ausgleichsgeldern an und ausgerechnet die Vertreter der Gemeinden schlagen das aus und holen sich das Geld lieber bei den Bürgern“, zeigt sich Leiter Reber enttäuscht.

   

Laut Gemeinden-Präsident Dominik Oberstaller würde die Steuerersparnis in den meisten Gemeinden für den Einzelnen „nur“ 120 bis 300 Euro und in Städten wie Bozen rund 500 Euro ausmachen und damit keinen Lenkungseffekt zur Vermietung erzeugen. „Ganz abgesehen davon, dass es unser aller Anliegen sein sollte, Vermieten an Einheimische insgesamt attraktiver zu gestalten, sind 300 oder 500 Euro immer noch ein paar hundert Euro, mit denen Herr und Frau Südtiroler Einkaufen oder Tanken können“, zeigt Leiter Reber auf.

    

Besonders ärgert den parteifreien Abgeordneten die Art und Weise, wie das millionenschwere Steuergeschenk des Landes von den Gemeinden abgeräumt wurde: 
Das Land wäre bereit, den Differenzbetrag vom ordentlichen GIS-Hebesatz von 0,76 Prozent auf 0,4 Prozent aus dem Landeshaushalt zu erstatten. Da besonders die Städte Meran mit 1,1 - und Bozen mit 0,9 Prozent deutlich höhere Hebesätze haben und damit trotz des Angebotes Mindereinnahmen hätten, wurde das Angebot in den Wind geschlagen. 
„Dominik Oberstaller hätte diese Problematik als Grundlage für weitere Verhandlungen mit dem Land nutzen und eine Lösung suchen müssen. Einfach mal 30 geschenkte Millionen auszuschlagen ist eine erbärmliche Performance und eine Watsche für die Steuerzahler“, schließt Leiter Reber.

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