Landtag: Keine Mehrheit für mehr Artenvielfalt
03.07.2025
Mit der Begründung, dass das Land seine Grünflächen ohnehin im Sinne der Biodiversität bewirtschaften würde, haben die Abgeordneten der Regierungsmehrheit heute den von Andreas Leiter Reber eingebrachten Antrag zur Stärkung „unterschätzter Lebensräume“ abgelehnt. Dieser sah vor, das ökologische Potenzial von Straßenrändern und Böschungen zu stärken und vorhandene Lebensräume besser miteinander zu vernetzen. Zudem hätte ein Praxisleitfaden zu einheimischen Pflanzen und invasiven Arten sowie zu städtischen Grüninseln herausgegeben werden sollen.
„Wir sind leider nicht so gut unterwegs, wie die Landesregierung behauptet, weshalb die heutige Ablehnung eine vertane Chance für die Artenvielfalt, für den Hitzeschutz in unseren Städten und für eine vorausschauende Grünraumpolitik ist“, befindet Leiter Reber.
Der Freie Abgeordnete ist überzeugt, dass mit wenig Aufwand und ohne große Kosten über 2.000 Hektar Straßenbegleitgrün ökologisch aufgewertet werden und Gemeinden mit praktischen Empfehlungen unterstützt werden können.
„Straßenränder und Pflanzeninseln sind keine Nebensache, sondern Schlüsselräume für die natürliche Vernetzung der Arten und Lebensräume. Die Selbstzufriedenheit der Landesregierung mit ihrer eigenen Performance darf nicht unser Anspruch sein“, so Leiter Reber abschließend.
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