Südtirol: Landesname soll endlich amtlich werden!

01.02.2026

Leiter Reber: „Unser Land heißt Südtirol, rechtlich gibt es aber nur eine Provinz Bozen“

Den wenigsten Südtirolern dürfte es bewusst sein: Obwohl „Südtirol“ als Begriff zwar allgegenwärtig ist, heißt unser Land offiziell gar nicht Südtirol sondern „Provinz Bozen“ bzw. „Autonome Provinz Bozen“. Ein Umstand den der freie Landtagsabgeordnete Andreas Leiter Reber ändern will. Er ruft Landtag und Landesregierung dazu auf dieses autonomiepolitische Versäumnis endlich zu beheben und „Südtirol“ als Landesnamen gesetzlich zu verankern.

     

„Wir haben unzählige größere und kleinere Probleme im Land die es zu lösen gilt, aber manchmal muss sich die Politik auch um die Grundlagen unserer Landes und unserer Autonomie kümmern und der Landesname zählt zweifelsohne dazu“, findet Leiter Reber.

   

Zwar werde der Name „Südtirol“ von der Landesverwaltung auf Bannern, Siegeln, Logos und in der öffentlichen Kommunikation verwendet, doch in der Verfassung und im Autonomiestatut ist „Südtirol“ nur als Namensbestandteil der Region „Trentino-Südtirol“ rechtlich verankert. Die Region besteht amtlich explizit aus den beiden Provinzen Bozen und Trient. De jure existiert „Südtirol“ als Bezeichnung für das Land zwischen Brenner und Salurn nicht. Ein beschämendes Versäumnis, das zu beheben bisher bedauerlicherweise von niemanden für Wert befunden worden ist“, so der parteifreie Abgeordnete.

   

„Was würden wohl die stolzen Bayern sagen, wenn ihr Land gar nicht „Freistaat Bayern“ sondern „Bundesland München“ heißen würde? Und auch die Empörung der Sizilianer wäre wohl enorm, wenn ihre autonome Region amtlich "Regione Palermo" statt "Sicilia" heißen würde“, ist Leiter Reber überzeugt.

   

Er beantragt diese Woche im Landtag, dass Südtirols Landespolitik sich „nach über 80 Jahren Autonomiepolitik endlich darum kümmere den Landesnamen „Südtirol“ offiziell einzuführen“.
„Auch wenn der Landesname keinem Südtiroler mehr Geld oder sonstige Vorteile bringt, es hat mit Identität, Glaubwürdigkeit und einem Minimum an Ehrgefühl zu tun, den eigenen Landesnamen selbst zu definieren und ihn auch offiziell verankert zu wissen“, schließt Leiter Reber.

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